free hit counter Draberkannt

Liebe Netzgemeinde,

heute schicken wir die ASSI-Partei samt ihres fragwürdigen Spitzenkandidaten ins digitale Fegefeuer – denn heute beginnt die weltweite „Play it Safe“ Kampagne, die Microsoft seit fünf Jahren jährlich veranstaltet, um Aufmerksamkeit für die Problematik der Software-Piraterie zu schaffen.

Und tatsächlich sind wir bei Microsoft selbst überrascht, dass diese Problematik nach wie vor eine solche Relevanz besitzt. Mit Blick auf das Motto der diesjährigen CeBIT befinden wir uns im Zeitalter der „Shareconomy“. Ob Musik, Filme, Games oder Software – nicht Besitz, sondern Zugang ist heute entscheidend. Wir sehen ein nie dagewesenes, breit gefächertes Angebot an kostenlosen Diensten aus der Cloud, an zahlreichen Alternativen und einer neuen Vielfalt im Markt. Demnach müsste Softwarepiraterie doch eigentlich ein Auslaufmodell sein, denn so richtig passt das Phänomen nicht mehr in unsere Zeit.

Doch das Gegenteil ist der Fall. Heute werden drei Mal mehr Raubkopien angeboten als noch im Jahre 2006 – so das Ergebnis einer internationalen IDC Studie, die Microsoft anlässlich der „Play it Safe“ Kampagne in Auftrag gegeben hat.

Die Verbreitung und Nutzung von illegaler Software schadet nicht nur der Wirtschaft, die allein in Deutschland rund 2,7 Milliarden Euro aufwenden muss, um die dadurch verursachten Probleme in den Griff zu bekommen. Sie gefährdet auch die Sicherheit im Netz und richtet damit Schaden bei Unbeteiligten an. Das ist asozial.

78 Prozent der heruntergeladenen Raubkopien enthielten sogenannte Spyware zum Ausspähen von Nutzerinformationen und 36 Prozent wiesen Trojaner und Adware auf. 28 Millionen Stunden verbringen Privatnutzer in Deutschland mit der Beseitigung der Folgeschäden. 21 Prozent der mit Raubkopien bestückten PCs haben sich einen Virus eingefangen, rund 18 Prozent der Nutzer in Deutschland mussten einen Totalverlust hinnehmen und die Festplatte neu formatieren.

Die ASSI-Partei und ihr Spitzenkandidat haben ein überspitztes Bild von asozialem Verhalten gezeigt – und wie unangenehm es letztlich wirkt, würde man es im „echten Leben“ statt in anonymen P2P-Netzwerken erleben. Und so laut, wie wir in den Wald hineingerufen haben, so laut schallten auch einige Reaktionen aus dem Netz zurück. Über den persönlichen Geschmack von Humor und Satire lässt sich bekanntlich schlecht streiten. Worüber wir aber gerne streiten wollen ist die Bedeutung von Softwarepiraterie in Zeiten der Shareconomy – wann endlich geht dieses asoziale Phänomen in Rente?

Wir sind gespannt auf eure Meinungen und Ideen.

Euer Thomas Baumgärtner und das Anti-Piracy Team von Microsoft Deutschland

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Auszug aus der heutigen Berichterstattung über die Assi-Partei

Einen deutlichen Vorsprung prognostiziert das Institut für Demagogie in seiner aktuellen Hochrechnung. Demnach werden rund 85 Prozent der Befragten die Assi-Partei wählen, sofern diese jemals wirklich zu irgendeiner Wahl stehen würde. Der Spitzenkandidat der Assi-Partei, Dr. A. Berkannt, zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen: „Die Hochrechnung bestätigt einmal mehr, dass letztlich in jedem von uns ein Assi steckt. Wir sind alle Assis, und das ist auch gut so. Ich möchte in keinem Land Bundespräsident sein, in dem man sich nicht mal mehr eine Raubkopie von einem Freund besorgen kann.“

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Am 6. März entscheiden die Menschen über die Zukunft der Assi-Partei!

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Sie wissen nicht, welche Partei Sie wählen sollen?

Sie wissen nicht, welche Partei Sie wählen sollen?

Wahlwerbespot der ASSI-Partei: Gegen Trinkgelder!

Manchmal da ist Raffinesse gefragt

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Interview von Dr. A. Berkannt, Spitzenkandidat der ASSI-Partei mit Franz Hutmacher von der Freiburger Speziellen Zeitung:

Franz Hutmacher: Guten Tag Dr. A. Berkannt. Danke, dass Sie gekommen sind. Sie sind Spitzenkandidat der ASSI-Partei. Was genau ist Ihr politisches Programm, außer fragwürdigen Parolen konnte ich nichts darüber finden.

Dr. A. Berkannt:  Einen kleinen Moment. Bevor wir loslegen, Getränke und so, das kann ich hier auf Ihre Rechnung bestellen, oder?

F.H.: Ah, ja, unsere Redaktion übernimmt die Bewirtung.

Dr. A.B.: Ne gut, super. Ich nehme dann ein Glas Chateau Mouton. Oder bringen Sie doch gleich ein Fläschchen. So, wie war die Frage?

F.H.: Ihr politisches Programm. Wie sieht das aus?

Dr. A.B.: Programm, Programm. Ich bin ein Assi! Asozial, Schamlos, Selbstverliebt, Intolerant. Das ist das Programm! Diese ganzen Pseudo-Phrasen, von wegen Vorbildfunktion, Rücksichtnahme oder nur Originale kaufen und so. Wozu? Wer sich an die Regeln hält, verliert. Wer stehenbleibt, wird überholt. Und wer sich hinten anstellt, kommt nie dran.

F.H.: Aber wenn jeder so denken würde, würde die Gesellschaft nicht funktionieren. Was passiert mit den Schwächeren, und wer würde noch neue Produkte entwickeln, wenn er damit kein Geld verdienen kann, weil sie von anderen umsonst kopiert werden?

Dr. A.B.: Eine effiziente Gesellschaft hat keinen Platz für Schwächere. Natürliche Selektion, hat Erwin schon herausgefunden.

F.H.: Erwin? Welcher Erwin? Sie meinen Darwin?

Dr. A.B.: Jedenfalls ist der Weg des geringsten Widerstandes der Weg der Natur. Wenn Sie so wollen, ist die Natur komplett Asozial. Wenn ein Hund zum Beispiel Hunger hat, und einen Hasen isst, der würde doch auch einen falschen Hasen essen. Also ist es ihm egal, ob er das Original ist oder nicht – Hauptsache Fleisch, Hauptsache satt. Dafür steht die ASSI-Partei. Wenn ich ins Internet gehe, nehme ich mir, was es da gibt. Ob original Software oder kopierte Software – Hauptsache sie erfüllt ihren Zweck. Wie auf einer großen Obstwiese,  hier greift man sich einen Apfel, da eine Birne, da ein paar Kirschen. Super. Und jetzt fragen Sie mich, ob der Apfel original ist? Ist doch egal. Was jucken uns Tantiemen, für uns gibt es nur Nehmen!

F.H.: Na ja, ganz abgesehen davon, dass kopierte Software oft schädlich für den PC ist, und um in Ihrem Bild zu bleiben, der Apfel gehört ja jemandem…

Dr. A.B.: Na, jetzt mir! Ha ha! Sie verstehen…?

F.H.: Verstehe, Sie sind wirklich ein Assi. Haben Sie eigentlich tatsächlich Mitglieder?

Dr. A.B.: Tausende, Hunderttausende, Millionen würde ich sagen! Leider sind die meisten Mitglied, ohne es zu wissen. Aber mit mir, Dr. A. Berkannt, gibt es jetzt endlich jemanden, der die Asozialen dieses Landes mit stolzer Stimme vertritt. Zum Beispiel diese ganze Lasagne-Debatte. Ist doch vollassi, was da läuft. Da sag ich: Jawoll! Ich habe Fury noch nie gemocht und von mir aus könnte als nächstes Flipper als Thunfisch-Carpaccio verkauft werden. Für mich zählt nur billig, billig, billig, dafür esse ich dann auch gerne Rindfleisch-Plagiat. Find ich super! Oder diese Bio-Eier-Plagiate. Ei ist Ei, das hat die Natur doch nicht anders gewollt. Wir sind eben alle Assis, wir wollen nur das Beste aber bitte umsonst. Das ist unser Programm: Wir wollen alle Content, doch zahlen wollen wir keinen Cent!

F.H.: Dr. A. Berkannt, lassen Sie uns zum Schluss noch über Ihre Doktorarbeit sprechen.

Dr. A.B.: Jetzt muss ich aber los. Machen Sie was schönes aus dem Interview. Den Wein können Sie zulassen, nehm ich mit. Tschüss dann!

F.H.: Ja, Tschüss…

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Verschwenden Sie noch Zeit bei der Parkplatzsuche? Die ASSI-Partei ist gegen Behindertenparkplätze!

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Ich seh’ meine Partei ja als eine Art Schmelztiegel. So als eine Art Gulaschkanone. Da, wo Unterschiede reingeschmissen werden und am Ende kommt so eine Art Pampe raus. Und das ist dann das Assi-Partei-Programm!
Dr. A. Berkannt
Ministerium für Upload und Asoziales

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Kinder, hochgeschätzte Asoziale,

ich richte mich in einer mir äußerst wichtigen Angelegenheit an Sie alle, in der Hoffnung auf Verständnis, Zustimmung und Beistand. In einer Zeit der gefälschten Turnschuhe und illegal kopierten Hollywoodstreifen muss man sich wirklich fragen, wie wir in Deutschland noch ein Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützen können.

Wie oft muss ich denn noch exerzieren, dass sich soziales Verhalten einfach nicht auszahlt? Wer sich beim Bäcker hinten anstellt, der kommt dran, wenn die Croissants alle sind. Soziale Menschen wissen nicht mal, dass Croissants existieren. Sie kennen auch die guten Plätze im Kino nicht. Und ein Bundesministerium für Arbeit? Wer fleißig kopiert, klaut und fälscht, der zelebriert genau das Gegenteil. Denn das Office-Paket von Filestube sorgt nun wirklich nicht für mehr Arbeitsplätze. Und geht es uns dabei schlecht?  Absolut nicht, wir fühlen uns hervorragend dabei. Wenn jeder Mensch für Software, Filme und Musik keinen Cent mehr ausgeben würde, hätten wir alle viel mehr Geld am Ende des Monats für andere Dinge übrig. Zum Beispiel für Croissants.

Deswegen fordere ich Ihre Unterstützung ein: Für die Umwandlung des Ministeriums für Arbeit und Soziales in das Ministerium für Upload und Asoziales. Wählen Sie deswegen die ASSI-Partei. Wir kümmern uns um den Rest.

Ihr Dr. A. Berkannt

P.S.: Am 6. März große ASSI-Wahl! Bleiben Sie dran und machen Sie mit!

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Wahlwerbespot der ASSI-Partei: Wir sind gegen Vorbildfunktion!

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